Diözesanlager Hilders 2016

Am Mittag des Pfingstmontages kehrte auf dem Zeltplatz am Buchschirm in Hilders wieder Ruhe ein. Die letzte Gruppe, die Pfadfinder aus Bruchköbel, hatte ihr Material eingepackt und war auf dem Weg zum Parkplatz Köpfchen, wo der Reisebus wartete. Mit im Gepäck hatten sie das Erlebnis eines ganz besonderen Pfingstwochenendes mit fast 700 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus dem ganzen Bistum Fulda. Aus Marburg, Vellmar, Witzenhausen, Fulda, Bad Orb, Windecken, Niederdorfelden, Wirtheim, Bruchköbel, Wächtersbach, Maintal, Rodenbach, Ahl und Großauheim hatten sich die Stämme der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Bistum Fulda am Freitag auf den Weg gemacht, um gemeinsam „in 80 Stunden um die Welt“ zu reisen.

Und entsprechend wurden die Gruppen begrüßt: beim Check-In galt es, die Bordkarte abzugeben, dafür bekamen alle den „ReiseSpass“, das Lagerheft mit allen wichtigen Informationen, ausgehändigt. Bei der Begrüßung auf der Bühne wurden von der Crew aus Flugbegleiterinnen und Pilot die wichtigsten Reiseregeln verlesen und am Samstag ging es in Workshops, die die Stämme zahlreich und liebevoll vorbereitet hatten, auf Weltreise. In Asien konnte man Yoga und Origami ausprobieren, in Australien war „Känguruhhüpfen“ eine der Aufgaben. Die Coverband „Bongaz“ heizte am Samstagabend der vor der Bühne versammelten Menge trotz herbstlicher Temperaturen ordentlich ein, und spontan begleitete die Band sogar den Lagersong, der über die Tage immer wieder gesungen wurde, weil er einfach „cool“ war. Der Stufentag am Sonntag wurde von den Arbeitskreisen für die vier Altersstufen in der DPSG gestaltet. So bauten die Wölflinge im Rahmen eines großen Spiels einen Brunnen, die Jungpfadfinder gestalteten ein großes „Capture the flag“, die Pfadfinderstufe entwickelte verschiedene Projekte und die Rover feierten einen internationalen Kindergeburtstag mit vielen Spielen aus aller Welt.
Einer der Höhepunkte des Lagers war der Pfingstgottesdienst am Abend, zu dem Weihbischof Diez das Lager besuchte. In seiner Predigt brachte er immer wieder zum Ausdruck, wie tief er beeindruckt sei von dem Erlebnis, auf dem Lager zu Gast sein zu können. Diözesankurat Sebastian Bieber konnte außerdem Jugendpfarrer Renze, den ehemaligen Diözesankuraten Martin Stanke und Stammeskurat Peter Göb zum Gottesdienst begrüßen. Hinzu kamen als Gäste an diesem Abend der BDKJ-Diözesanvorstand, die KjG-Diözesanleitung sowie viele ehemalig in der DPSG Aktive, die es sich nicht nehmen lassen wollten, bei diesem Ereignis dabei zu sein.
Nach dem Gottesdienst luden die Küchenteams zu einem internationalen Buffet ein. Da gab es allerlei zu probieren: die Erdnusssuppe aus Südamerika zum Beispiel kam bei Groß und Klein gut an und die Schlange der anstehenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wollte gar nicht weniger werden. Der Abend klang aus mit einem Campfire, zu dem es aus den Stämmen verschiedene Programmbeiträge gab. Am Montag schließlich stand dann Abbau, Abschied und Check-Out an, und so manchem fiel es schwer, nach viel zu kurzen vier Tagen die Heimreise anzutreten. „Das war der Wahnsinn!“ So fasst Markus Leis (Stamm St. Bonifatius Wächtersbach), einer der Initiatoren des Vorhabens und Mitglied in der Lagerleitung, treffend die Erlebnisse der letzten Tage zusammen. „Wir freuen uns sehr, dass wir von den 1200 Mitgliedern der DPSG im Bistum so viele erreicht haben. Und es war ein Erlebnis, das sicher alle, die dabei waren, niemals vergessen werden.“

Das Fazit des Diözesanvorstandes, der aus Susanne Ratmann (Wächtersbach), Daniel Blasek (Hanau) und Kaplan Sebastian Bieber (Bad Orb) besteht, fällt positiv aus: „Dieses Diözesanlager war die größte Aktion, die unser Verband jemals auf die Beine gestellt hat, und darauf sind wir stolz. Ohne ein tolles Team aus vielen Stämmen, die zwei Jahre lang geplant und vorbereitet haben, wäre das aber nicht gegangen. Wir können nur ein großes Danke sagen an alle die, die sich engagiert haben!“
Artikel von Osthessen-News.